Ein ganz nomaler Abend

Ich saß, wie an fünf weiteren Tagen der Woche, hinter dem Tresen der Bar „Phillies“ und beobachtete die Leute, die meine Bar betraten und wieder verließen. Es war eine ruhige und angenehme Stimmung im Raum, da es heute nicht sehr viel Kundschaft gab. Es saßen lediglich drei Menschen am Tresen und trotzdem war niemand peinlich berührt. Die Gäste schienen sich wohl zu fühlen, nach einem wahrscheinlich langen Arbeitstag. Die in Rot gekleidete, sehr attraktive Frau bestellte sich einen weiteren Drink und ich goss ihr ein Glas von meinem besten Alkohol ein und schob ihn zu ihr rüber. Nach einiger Zeit wollte die Frau zahlen. Sie nahm ihr Portemonnaie zur Hand und schaute mich nach einer kurzen Zeit an, als wäre etwas Schlimmes passiert. Was hat sie denn nur? Sie war doch den ganzen Abend so gut gelaunt! Dann begriff ich es: Sie hatte kein Geld mehr, um ihre getrunkenen Drinks zu bezahlen. Dies hatten auch die zwei Männer bemerkt, die im selben Moment beide einen Geldschein zückten und ihn nahezu synchron vor meine Nase legten. Nach einer Sekunde der Stille verfielen die Männer in einen heftigen Streit, wer für die Frau denn jetzt bezahlen durfte. Mein Moment war gekommen. Ich schnappte mir meine Verlobte und wir gingen zusammen aus der Bar. Beim Blick zurück sah ich die stutzenden Blicke der beiden Männer und lächelte bis über beide Ohren.